Zinseszinsrechner

Zinseszinsrechner PRO

Kapitalentwicklung, regelmäßige Einzahlungen, Gebühren, Steuern, Inflation und Sparziele berechnen.

Nur Planungswert. Tatsächliche Renditen sind unsicher und können negativ sein.

Nur Beispielwerte — durch eigene Annahmen ersetzen.

Das Regionalprofil setzt Zahlenformat und Währung, aber keinen Wechselkurs oder Anlagezins.

Anlageeinstellungen

Zinssatz

Der Nominalzins wird mit der gewählten Zinsgutschrift in einen Effektivzins umgerechnet.

Regelmäßige Einzahlungen

Zusätzliche Ein- und Auszahlungen

Zusätzliche Zahlungen werden zu den angegebenen Zeitpunkten verbucht. Auszahlungen können das Kapital nicht unter null senken.

Gebühren, Steuern und Inflation

Prozentgebühren werden vom laufenden Kapital abgezogen; feste Gebühren werden zeitanteilig verteilt.

Steuerregeln unterscheiden sich nach Land und Kontoart. Vereinfachte Schätzung, keine Steuerberatung.

Der reale Wert verwendet eine konstante jährliche Inflationsannahme.

Finanzziel

Die Zielberechnung lässt alle anderen Annahmen unverändert.

Szenarien vergleichen

Szenarien teilen Laufzeit, Zinsgutschrift, Zahlungsintervall, Steuern, Inflation und Sonderzahlungen.

Der Rechner simuliert tägliches Wachstum und wendet geplante Zahlungen, Gebühren und Steuern an.

Ergebnisse

Ein Zinseszinsrechner zeigt, wie sich Startkapital und regelmäßige Einzahlungen entwickeln können, wenn Erträge wieder angelegt werden. Für eine belastbare Planung gehören auch Gebühren, Steuern, Inflation, Auszahlungen und unsichere Renditen in die Rechnung.

Zinseszins bedeutet, dass nicht nur das ursprüngliche Kapital, sondern auch bereits gutgeschriebene Zinsen weitere Erträge erwirtschaften. Investor.gov und die US-Verbraucherschutzbehörde CFPB erklären denselben Grundmechanismus: Nach jeder Gutschrift wächst die Berechnungsbasis für den nächsten Zeitraum.

Der Rechner erstellt Szenarien, keine Zusagen. Anlagen können an Wert verlieren, Zinssätze können sich ändern und Steuern hängen von Kontoart und persönlicher Situation ab. Ersetzen Sie alle Beispielwerte durch aktuelle Produktdaten und dokumentierte Annahmen.

Welche Funktionen der Rechner bietet

  • Endwert eines einmaligen Startkapitals;
  • wöchentliche, zweiwöchentliche, monatliche, vierteljährliche, halbjährliche oder jährliche Einzahlungen;
  • Zahlungen am Anfang oder Ende einer Periode;
  • jährliche Erhöhung der Sparrate;
  • zusätzliche Einzahlungen und Auszahlungen;
  • Nominalzins und effektiver Jahreszins;
  • stetige, tägliche, wöchentliche, monatliche, vierteljährliche, halbjährliche und jährliche Verzinsung;
  • Anfangsgebühr, prozentuale Kosten und feste Jahresgebühr;
  • vereinfachte jährliche oder abschließende Steuerschätzung;
  • inflationsbereinigte Kaufkraft;
  • erforderliche Sparrate, Rendite oder Laufzeit für ein Ziel;
  • Vergleich mehrerer Szenarien;
  • Jahrestabelle, Diagramm und CSV-Export.

Grundformel des Zinseszinses

Für eine einmalige Anlage ohne weitere Zahlungen gilt:

Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz ÷ Zinsperioden)Zinsperioden × Jahre.

In der üblichen Kurzform:

A = P × (1 + r ÷ n)n × t

  • A bezeichnet das Endkapital;
  • P das Startkapital;
  • r den nominalen Jahreszins als Dezimalzahl;
  • n die Zinsgutschriften pro Jahr;
  • t die Laufzeit in Jahren.
Beispiel. 10.000 bei 6 % nominalem Jahreszins, monatlicher Verzinsung und zehn Jahren Laufzeit wachsen vor Kosten, Steuern und Inflation auf ungefähr 18.193,97.

Diese Formel setzt einen unveränderten Zinssatz und keine weiteren Zahlungen voraus. Der Rechner verwendet deshalb eine detaillierte Simulation, sobald Sparraten, Gebühren oder terminierte Auszahlungen hinzukommen.

Stetige Verzinsung

Bei stetiger Verzinsung lautet die Formel:

A = P × er × t.

Die stetige Verzinsung beschreibt einen mathematischen Grenzfall. Für ein reales Spar- oder Anlageprodukt ist die im Vertrag genannte Zinsgutschrift maßgeblich.

Nominalzins und effektiver Jahreszins

Der Nominalzins berücksichtigt den unterjährigen Zinseszinseffekt nicht vollständig. Der effektive Jahreszins zeigt, wie stark das Kapital innerhalb eines Jahres tatsächlich wächst, wenn die Zinsgutschriften wieder verzinst werden.

Die Umrechnung erfolgt mit:

Effektiver Jahreszins = (1 + Nominalzins ÷ Perioden)Perioden − 1.

Beispiel. Ein Nominalzins von 6 % bei monatlicher Gutschrift ergibt rund 6,1678 % effektiven Jahreszins. Eine bereits als effektiv angegebene Rate darf nicht noch einmal als Nominalzins kapitalisiert werden.

Die CFPB-Regeln zur Annual Percentage Yield beschreiben denselben Zusammenhang zwischen Zinssatz und Häufigkeit der Verzinsung.

Einfluss der Zinsgutschrift

Bei gleichem Nominalzins führt eine häufigere Gutschrift zu einem etwas höheren Effektivzins. Monatliche Verzinsung liegt über jährlicher, tägliche geringfügig über monatlicher.

Der Effekt bleibt oft kleiner als der Einfluss von Laufzeit, Sparrate, Gebühren und Anlagerisiko. Verwenden Sie deshalb die tatsächliche Produktregel statt automatisch die häufigste Verzinsung auszuwählen.

Regelmäßige Sparraten

Für gleich hohe Zahlungen am Ende jeder Periode gilt:

FV = Rate × ((1 + Periodenzins)Anzahl der Zahlungen − 1) ÷ Periodenzins.

Eine Einzahlung am Periodenanfang wird eine Periode länger verzinst. Daher wird der Endwert der nachschüssigen Zahlungsreihe zusätzlich mit (1 + Periodenzins) multipliziert.

Beispiel. 10.000 Startkapital, monatlich 250 am Monatsende, 6 % nominaler Jahreszins und zehn Jahre ergeben vereinfacht rund 59.163,80. Zahlungen am Monatsanfang erhöhen das Ergebnis auf ungefähr 59.368,65.

Sparrate jährlich erhöhen

Der Rechner kann eine jährliche prozentuale Steigerung der Sparrate abbilden. Aus 250 werden bei 5 % Erhöhung im zweiten Jahr 262,50 und im dritten Jahr 275,63.

Damit lässt sich eine mit dem Einkommen steigende Sparleistung modellieren. Die Annahme sollte jedoch dauerhaft bezahlbar bleiben. Sehr hohe Steigerungen können ein Ziel rechnerisch erreichbar machen, obwohl die späteren Zahlungen unrealistisch wären.

Zusätzliche Einzahlungen und Auszahlungen

Bonuszahlungen, Erbschaften, größere Anschaffungen oder Notfälle lassen sich als einzelne Cashflows mit Jahr, Monat und Betrag erfassen. Positive Beträge erhöhen das Kapital, negative Beträge reduzieren es.

Eine Auszahlung kostet langfristig mehr als ihren unmittelbaren Betrag, weil auch die künftigen Erträge auf das entnommene Geld entfallen. Der Rechner begrenzt Auszahlungen auf das vorhandene Kapital und warnt, wenn das Guthaben auf null fällt.

Gebühren richtig berücksichtigen

FINRA empfiehlt, bei Renditeberechnungen alle Anlagekosten einzubeziehen. Der Rechner unterscheidet:

  • eine einmalige Anfangsgebühr;
  • eine laufende prozentuale Jahresgebühr;
  • eine feste Jahresgebühr.

Prozentuale Kosten verringern laufend das Kapital, das künftig Zinsen oder Rendite erwirtschaftet. Schon ein kleiner jährlicher Unterschied kann über lange Zeit einen erheblichen Abstand erzeugen.

Praxisprüfung. Tragen Sie Bruttorendite und Gebühren getrennt ein. Ziehen Sie die Gebühr nicht pauschal von der Rendite ab, wenn die Produktunterlagen eine andere Berechnungsmethode beschreiben.

Vereinfachte Steuerberechnung

Zur Auswahl stehen keine Steuer, jährliche Steuer auf positive Zinsen oder eine Steuer am Laufzeitende. Diese Modelle dienen nur der Planung.

Die tatsächliche Besteuerung kann von Freibeträgen, Verlustverrechnung, Quellensteuer, realisierten Gewinnen, Kontoart, Währung und Steuerwohnsitz abhängen. Eine jährliche Steuer senkt außerdem die Basis für den weiteren Zinseszinseffekt.

Bei einer finanziell bedeutenden Entscheidung sollte eine aktuelle lokale Fachquelle oder qualifizierte Beratung herangezogen werden.

Inflation und reale Kaufkraft

Die Europäische Zentralbank erklärt Inflation als breiten Preisanstieg, durch den eine Geldeinheit im Laufe der Zeit weniger kaufen kann. Ein hohes nominales Endkapital kann daher eine deutlich geringere reale Kaufkraft besitzen.

Die Näherungsformel lautet:

Realer Wert = Nominalwert ÷ (1 + Inflation)Jahre.

Beispiel. 100.000 in zehn Jahren entsprechen bei durchschnittlich 2 % Inflation nur rund 82.034,83 in heutiger Kaufkraft.

Eine konstante Inflationsrate vereinfacht die Realität. Tatsächliche Preissteigerungen schwanken und treffen Haushalte abhängig von ihren Ausgaben unterschiedlich.

Finanzziel planen

Der Zielmodus kann bei unveränderten übrigen Annahmen eine von drei Größen bestimmen:

  • die erforderliche regelmäßige Sparrate;
  • die notwendige jährliche Rendite;
  • die Mindestlaufzeit bis zum Ziel.

Bei Gebühren, Steuer, steigenden Sparraten und Sonderzahlungen reicht eine einfache geschlossene Formel oft nicht mehr. Der Rechner sucht numerisch und wiederholt die vollständige Simulation, bis der Zielbetrag annähernd erreicht wird.

Beispiel. Bei 10.000 Startkapital, zehn Jahren und 6 % nominalem Jahreszins mit monatlicher Verzinsung sind vor Gebühren, Steuer und Inflation ungefähr 499,18 monatlich am Periodenende nötig, um 100.000 zu erreichen.

Eine errechnete hohe Zielrendite ist keine Empfehlung. Häufig sind eine längere Laufzeit, höhere Einzahlungen oder ein niedrigeres Ziel die robusteren Stellschrauben.

Anlageszenarien vergleichen

Mehrere Szenarien können Startkapital, Sparrate, Rendite und prozentuale Gebühr variieren. Laufzeit, Inflation, Steuer, Zahlungsintervall und Sonderzahlungen bleiben dabei identisch.

Ein seriöser Vergleich berücksichtigt neben dem Endwert auch Risiko, Liquidität, Kosten, Garantien, Einlagenschutz, Steuerfolgen und mögliche Kapitalverluste. FINRA verlangt bei Produktvergleichen die Offenlegung wesentlicher Unterschiede.

Das höchste projizierte Kapital ist deshalb nicht automatisch die beste Wahl. Ein Tagesgeldkonto und eine schwankende Marktanlage besitzen unterschiedliche Eigenschaften.

72er-Regel und exakte Verdopplungszeit

Die 72er-Regel liefert eine schnelle Schätzung:

Verdopplungszeit ≈ 72 ÷ Rendite in Prozent.

Bei 6 % ergibt das etwa zwölf Jahre. Exakter ist:

Verdopplungszeit = ln(2) ÷ ln(1 + effektiver Jahreszins).

Bei 6 % effektiv beträgt die exakte Zeit ungefähr 11,90 Jahre. Gebühren, Steuern, Einzahlungen und Auszahlungen bleiben in beiden Kurzformeln außen vor.

Realistische Annahmen wählen

  1. Prüfen, ob die Rate nominal oder effektiv angegeben ist.
  2. Zinsgutschrift aus den Produktbedingungen übernehmen.
  3. Bruttorendite und Kosten getrennt erfassen.
  4. Eine dauerhaft bezahlbare Sparrate wählen.
  5. Sonderzahlungen mit ihrem Zeitpunkt eintragen.
  6. Eine dokumentierte Inflationsannahme verwenden.
  7. Konservatives, mittleres und optimistisches Szenario vergleichen.
  8. Plan nach Änderungen bei Einkommen, Zinsen, Gebühren oder Ziel aktualisieren.

Investor.gov weist darauf hin, dass Anlagen keinen Gewinn garantieren. Ein guter Plan zeigt deshalb mehrere Szenarien und kennzeichnet die Rendite als Annahme.

Eingaben vor der Berechnung plausibilisieren

Ein Zinseszinsmodell wird nur so aussagekräftig wie seine Eingaben. Prüfen Sie zuerst, ob die angegebene Rendite vor oder nach Produktkosten gilt. Bei einem Sparkonto kann ein veröffentlichter Effektivzins bereits die Zinsgutschrift enthalten. Bei einer Fonds- oder Depotprognose ist die erwartete Rendite dagegen meist eine unsichere Annahme und kein vertraglicher Zinssatz.

Vergleichen Sie außerdem die Sparrate mit dem verfügbaren Monatsbudget. Sonderzahlungen sollten mit ihrem realistischen Zeitpunkt erfasst werden, weil eine frühe Einzahlung länger wachsen kann als eine spätere. Für das Finanzziel empfiehlt sich mindestens ein vorsichtiges Szenario mit niedrigerer Rendite, höheren Gebühren oder einer zeitweisen Unterbrechung der Einzahlungen.

Kontrollieren Sie abschließend, ob der Zielbetrag nominal oder in heutiger Kaufkraft gemeint ist. Ein Ziel von 100.000 in zwanzig Jahren hat bei positiver Inflation eine geringere reale Bedeutung als 100.000 heute.

Häufige Fehler

  • in einer manuellen Formel 6 statt 0,06 verwenden;
  • einen Effektivzins erneut unterjährig kapitalisieren;
  • nachschüssige und vorschüssige Zahlungen verwechseln;
  • kleine Gebühren vollständig ignorieren;
  • eine Steuerregel auf alle Länder übertragen;
  • nur nominale Werte ohne Inflation vergleichen;
  • eine konstante Marktrendite als sicher behandeln;
  • entnommenes Kapital weiter verzinsen;
  • die 72er-Regel bei null oder negativer Rendite anwenden;
  • einen Rechner als Anlageberatung betrachten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Zinseszins?

Zinsen oder Erträge werden sowohl auf das Startkapital als auch auf bereits angesammelte Erträge berechnet.

Was ist der Unterschied zwischen Nominalzins und Effektivzins?

Der Nominalzins zeigt den angegebenen Jahreszins, während der Effektivzins die unterjährige Verzinsung berücksichtigt.

Bringen Einzahlungen am Monatsanfang mehr?

Ja. Jede Einzahlung wird eine zusätzliche Periode verzinst.

Warum zeigt der Rechner einen realen Wert?

Der reale Wert bereinigt das nominale Ergebnis um die angenommene Inflation und schätzt die Kaufkraft.

Sind die Steuerwerte verbindlich?

Nein. Es handelt sich um vereinfachte Planungswerte, nicht um Steuerberatung.

Kann der Rechner Renditen vorhersagen?

Nein. Er berechnet Szenarien aus Annahmen; tatsächliche Renditen können abweichen oder negativ sein.

Offizielle Quellen

Quellen geprüft: 21. Juni 2026.

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