Rentenrechner für Altersvorsorge
Rentenrechner PRO
Planen Sie Altersvorsorge, Ausgaben, Renteneinkommen, erforderliche Beiträge und die Monte-Carlo-Erfolgswahrscheinlichkeit.
Regionalprofile setzen Währung, Zahlenformat und offizielle Links. Sie berechnen keine gesetzlichen Ansprüche.
Rentenalter, Beitragsregeln und gesetzliche Rentenformeln können sich ändern. Beispielwerte durch den persönlichen amtlichen Bescheid ersetzen.
Zeitplan
Vermögen und Beiträge
Rendite, Inflation und Kosten
Exact real return = (1 + nominal return after costs) ÷ (1 + inflation) − 1.
Investment returns are uncertain and can be negative, especially over short periods.
Small annual fees can materially reduce long-term balances.
The tax-drag field is a simplified annual portfolio cost and does not model country tax law.
Ruhestandsausgaben
Inputs marked as today’s money are increased by the selected inflation or indexation assumptions.
Income above spending is added to the portfolio only when the surplus option is enabled.
Renten und sonstige Einkommen
Enter state and occupational pension amounts from official or provider forecasts.
Gesetzliche Ansprüche und persönliche Rentenhöhe über den offiziellen Dienst prüfen.
Risiko- und Stressannahmen
Monte Carlo results are simulations, not probabilities guaranteed by real markets.
A planning withdrawal rate is a scenario input, not a safe or guaranteed rate.
Using the same seed makes Monte Carlo results reproducible.
Results depend on the assumptions entered and should be compared across several scenarios.
Inflation changes both future spending and the real value of savings.
Planning to a longer age increases the required retirement resources.
The calculator does not convert currencies. Keep all amounts in one currency.
Dieses Werkzeug liefert Planungswerte und ist keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Alle Berechnungen erfolgen lokal im Browser.
Ergebnisse
Ein Rentenrechner übersetzt Annahmen in einen langfristigen Zahlungsplan. Er prognostiziert das Vermögen bis zum Ruhestand, vergleicht gewünschte Ausgaben mit Renteneinkommen, ermittelt einen erforderlichen Monatsbeitrag, prüft einen früheren Rentenbeginn und zeigt den Einfluss von Inflation, Kosten und unsicheren Kapitalmarktrenditen.
Das Ergebnis ist eine Planungsrechnung und weder ein gesetzlicher Rentenbescheid noch eine Renditezusage. Ansprüche hängen von Geburtsjahr, Versicherungsverlauf, nationalen Regeln und persönlichen Daten ab. Deshalb sollten die gesetzlichen Rentenbeträge aus einem offiziellen persönlichen Rechner übernommen werden.
Welche Bereiche der Rechner verbindet
Das Modell trennt Ansparphase und Ruhestand. Vor Rentenbeginn erhält das Portfolio Rendite und Beiträge. Danach wirken weitere Rendite, inflationsabhängige Ausgaben sowie aktive Renten- und Arbeitseinkommen.
Sieben Berechnungsmodi stehen zur Verfügung:
- vollständiger Ruhestandsplan;
- erforderlicher monatlicher Eigenbeitrag;
- nachhaltige Ruhestandsausgaben;
- frühestmögliches finanzierbares Rentenalter;
- Überbrückungskapital bis zum Rentenbeginn;
- Einkommenslücke im Ruhestand;
- Monte-Carlo-Stresstest mit reproduzierbarem Seed.
Zeitachse realistisch festlegen
Benötigt werden aktuelles Alter, geplantes Rentenalter, Planungsalter und ein Alter für veränderte spätere Ausgaben. Das Planungsalter ist keine Todesprognose. Es bildet einen Sicherheitshorizont, bis zu dem das Vermögen reichen soll.
Ein längerer Ruhestand erfordert in der Regel mehr Ressourcen, weil mehr Entnahmejahre und mehr Inflation berücksichtigt werden. Die OECD dokumentiert außerdem große Unterschiede bei Rentenalter, Lebenserwartung und Reformen zwischen Ländern. Ein einziges internationales Standardalter wäre daher unzuverlässig.
Vermögen und Beiträge erfassen
Die Ansparrechnung beginnt mit dem vorhandenen Altersvorsorgevermögen. Hinzu kommen:
- monatlicher Eigenbeitrag;
- Arbeitgeberbeitrag als Prozentsatz des Bruttogehalts;
- jährlicher Zusatzbeitrag;
- jährliche Beitragssteigerung.
Monatlicher Arbeitgeberbeitrag = Bruttojahresgehalt ÷ 12 × Arbeitgeberquote.
Die Beitragssteigerung kann künftiges Lohnwachstum oder einen geplanten Sparanstieg abbilden. Sie ist keine Zusage. Jobwechsel, Elternzeit, Teilzeit, Beitragsgrenzen oder Einkommensrückgänge können die reale Entwicklung verändern.
Zinseszinseffekt verstehen
Bis zum Rentenbeginn rechnet das Modell monatlich. Zuerst wächst das vorhandene Vermögen mit der Nettorendite, anschließend werden Eigen-, Arbeitgeber- und Zusatzbeiträge hinzugefügt. Frühere Beiträge können dadurch länger Rendite erzielen.
Der Zinseszinseffekt erklärt, warum kleine Änderungen über Jahrzehnte große Unterschiede erzeugen können. Dauer, regelmäßige Beiträge, Kosten und Rendite wirken gemeinsam und sollten nicht isoliert betrachtet werden.
Gebühren und vereinfachte Steuerbelastung
Die Bruttorendite wird um jährliche Gebühren und eine vereinfachte Steuer- oder Kostenbelastung reduziert:
Nettorendite = (1 + Bruttorendite) × (1 − Gebühr) × (1 − Steuerbelastung) − 1.
Das Feld bildet kein deutsches oder anderes nationales Steuerrecht ab. Tatsächliche Steuern hängen von Vertragsart, Auszahlungsphase, Freibeträgen und persönlicher Situation ab. Bei einer Bruttobetrachtung sollte die gesamte Rechnung konsequent vor Steuern bleiben.
Auch kleine laufende Kosten können langfristig erheblich wirken, weil nicht nur die Gebühr selbst, sondern auch die entgangene Rendite verloren geht.
Nominale und reale Rendite unterscheiden
Für den Lebensstandard zählt Kaufkraft. Die exakte reale Rendite lautet:
Reale Rendite = (1 + Nettorendite) ÷ (1 + Inflation) − 1.
Rendite minus Inflation ist nur eine Näherung. Bei höheren Raten wird die Abweichung größer.
Ausgabenziel bestimmen
Der Rechner bietet einen festen Jahresbetrag in heutiger Kaufkraft oder eine Ersatzquote als Prozentsatz des aktuellen Bruttogehalts.
Eine Ersatzquote ist bequem, kann aber den persönlichen Bedarf verfehlen. Fahrtkosten und Hypotheken können sinken, während Gesundheit, Pflege, Reisen oder Freizeit teurer werden. Ein Haushaltsbudget ist deshalb oft aussagekräftiger.
Zusätzlich lassen sich spätere Ausgaben mit einem Faktor verändern, eine einmalige Ausgabe bei Rentenbeginn erfassen und ein gewünschtes Vermächtnis in heutiger Kaufkraft festlegen.
Renten und sonstige Einkommen hinzufügen
Jede Einkommensquelle erhält Betrag, Beginnalter, Endalter und jährliche Anpassung. Unterstützt werden gesetzliche Rente, betriebliche Altersvorsorge, private Rente, Leibrente, Teilzeiteinkommen und weitere Einnahmen.
Portfolioentnahme = max(0, Ruhestandsausgaben − aktive Renten- und sonstige Einkommen).
Übersteigt das Einkommen die Ausgaben, wird der Überschuss nur bei aktivierter Option wieder angelegt. Dadurch unterstellt der Rechner nicht automatisch, dass jede ungenutzte Zahlung investiert wird.
Warum der persönliche Rentenbescheid unverzichtbar ist
Gesetzliche Systeme folgen unterschiedlichen Regeln. Die Deutsche Rentenversicherung ermittelt möglichen Rentenbeginn und Rentenhöhe anhand der deutschen Voraussetzungen. L’Assurance retraite verwendet französische Versicherungszeiten, GOV.UK den National-Insurance-Verlauf und Pensionsmyndigheten schwedische Rentendaten.
Ein allgemeiner Rechner kann diese Daten nicht ersetzen. Seine Aufgabe besteht darin, amtliche Prognosen mit privaten Ersparnissen, Ausgaben und Kapitalmarktrisiken zu verbinden.
Vollständiger Ruhestandsplan
Der Hauptmodus zeigt prognostiziertes Vermögen bei Rentenbeginn, realen Wert, erforderliches Startvermögen, Finanzierungsgrad und Lücke. Danach werden Ausgaben, Einkommen und Entnahmen bis zum Planungsalter fortgeschrieben.
Ein Finanzierungsgrad über 100% bedeutet nur, dass die gewählten deterministischen Annahmen ausreichen. Reale Renditen, Inflation, Steuern und Lebensdauer können anders ausfallen.
Erforderlichen Monatsbeitrag lösen
Unterschiedliche Rentenstarts, Inflation, Gebühren und Vermächtnisziele verhindern eine einfache Standardformel. Deshalb testet ein binärer Suchalgorithmus verschiedene Eigenbeiträge, bis der kleinste finanzierende Monatsbetrag gefunden wird.
Ein hoher Zusatzbedarf sollte nicht isoliert betrachtet werden. Rentenalter, Ausgabenziel, Gebühren, vorhandenes Vermögen und Einkommensannahmen sind ebenfalls veränderbare Stellgrößen.
Nachhaltige Ruhestandsausgaben
Dieser Modus sucht den höchsten Jahresbetrag in heutiger Kaufkraft, der das deterministische Modell bis zum Planungsalter finanziert. Die Ausgabe erscheint jährlich und monatlich.
„Nachhaltig“ gilt nur für die eingegebenen Annahmen. Niedrigere Rendite, höhere Inflation, längere Lebensdauer oder zusätzliche Kosten können den Betrag senken.
Frühestmögliches finanzierbares Rentenalter
Der Rechner prüft jedes ganze Alter ab dem Folgejahr. Früherer Ruhestand verkürzt die Ansparzeit und verlängert gleichzeitig die Entnahmephase.
Das erste finanzierte Alter ist ein finanzielles Modellergebnis und kein gesetzlicher Rentenbeginn. Zugriff auf Verträge und staatliche Leistungen muss separat geprüft werden.
Überbrückung bis zum Rentenstart
Wer vor Beginn der gesetzlichen oder betrieblichen Rente aufhört zu arbeiten, benötigt ein Übergangskapital. Der Brückenmodus ermittelt den Barwert der Ausgabenlücke bis zur ersten positiven Rentenquelle.
Temporäre Teilzeiteinkommen oder andere Zahlungen reduzieren die Lücke. Eine einmalige Ausgabe bei Ruhestandsbeginn wird ebenfalls einbezogen.
Einkommenslücke und Ersatzquote
Der Modus vergleicht das Ausgabenziel mit garantiertem Einkommen und einem angenommenen Portfolioeinkommen.
Garantierte Einkommenslücke = Zielausgaben − garantiertes Renteneinkommen.
Gesamtlücke = Zielausgaben − garantiertes Einkommen − Portfolioeinkommen.
Die Entnahmerate ist eine Annahme, keine garantierte sichere Rate. Ruhestandsdauer, Anlageaufteilung, Kosten, Inflation und Renditereihenfolge verändern die Tragfähigkeit.
Monte-Carlo-Stresstest
Eine deterministische Rechnung verwendet jedes Jahr dieselbe Rendite. Monte Carlo erzeugt viele zufällige Jahrespfade aus erwarteter Rendite und Volatilität vor und nach Rentenbeginn.
Eine Simulation gilt als erfolgreich, wenn das Portfolio vor dem Planungsalter nicht aufgebraucht wird. Angezeigt werden Erfolgsquote sowie 10., 50. und 90. Perzentil des realen Endvermögens.
Das Ergebnis hängt vollständig vom Modell ab. Forschung zu Ruhestandssimulationen warnt, dass Normal- oder Lognormalverteilungen nicht jedes Marktverhalten erfassen. Die Quote ist deshalb ein Vergleichswert und keine Zusage.
Renditereihenfolge als besonderes Risiko
Zwei Personen können dieselbe Durchschnittsrendite erzielen und dennoch unterschiedliche Ergebnisse erhalten, wenn Verluste in einer anderen Reihenfolge auftreten. Kursverluste kurz vor oder nach Rentenbeginn sind besonders problematisch, weil Entnahmen weniger Kapital für die Erholung übrig lassen.
Die Forschung von Wade Pfau zeigt eine besonders hohe Verwundbarkeit rund um den Rentenbeginn. Daher enthält der Rechner zusätzlich ein Szenario mit schwachen ersten Ruhestandsjahren.
Brutto- und Nettowerte konsequent behandeln
Ein häufiger Modellfehler entsteht durch die Kombination von Bruttoeinkommen und Nettoausgaben. Wer ein Haushaltsbudget nach Steuern eingibt, sollte auch Renten- und sonstige Einkommen möglichst nach geschätzter Steuerbelastung erfassen. Eine vollständige Bruttorechnung ist ebenfalls möglich, muss dann aber auf beiden Seiten vor Steuern bleiben.
Das Feld für Steuerbelastung ist nur ein vereinfachter jährlicher Portfolioabschlag. Es kann keine persönliche Einkommensteuer, Krankenversicherung, Freibeträge oder unterschiedliche Besteuerung einzelner Vorsorgeprodukte abbilden. Für verbindliche Nettozahlen ist eine fachliche Steuerberechnung erforderlich.
Gesetzliches Rentenalter und finanzielles Rentenalter trennen
Der Modus „frühestmögliches Rentenalter“ beantwortet ausschließlich eine finanzielle Frage: Ab welchem Alter reichen die eingegebenen Ersparnisse, Beiträge, Einkommen und Renditen im Modell aus? Der gesetzliche Rentenbeginn kann früher oder später liegen. Zusätzlich können private Verträge eigene Mindestalter, Abschläge oder Auszahlungsbedingungen enthalten.
Deshalb sollte der finanzielle Modellwert mit der persönlichen Auskunft der Deutschen Rentenversicherung und den Bedingungen betrieblicher oder privater Verträge verglichen werden. Erst diese Kombination zeigt, ob der geplante Zeitpunkt nicht nur finanzierbar, sondern auch praktisch umsetzbar ist.
Deterministische Rechnung und Monte Carlo gemeinsam lesen
Die deterministische Rechnung eignet sich für einen klaren Basisplan. Sie zeigt, was bei einer konstanten Rendite, einer festen Inflation und den eingegebenen Zahlungsströmen passiert. Monte Carlo ergänzt diese Sicht um viele unterschiedliche Renditereihenfolgen.
Ein Plan kann im Basisszenario finanziert sein und trotzdem eine niedrige Monte-Carlo-Erfolgsquote aufweisen. Umgekehrt kann eine akzeptable Quote mit sehr schwachen Ergebnissen im 10. Perzentil verbunden sein. Deshalb sollten Finanzierungsgrad, Stressszenarien, Perzentile und mögliches Ausfallalter gemeinsam beurteilt werden.
Glaubwürdige Annahmen aufbauen
- Aktuelle Werte aus echten Konto- und Rentenunterlagen übernehmen.
- Gesetzliche und betriebliche Renten aus offiziellen Prognosen eintragen.
- Ein Haushaltsbudget in heutiger Kaufkraft erstellen.
- Produktkosten realistisch berücksichtigen.
- Mehrere Rendite- und Inflationsszenarien vergleichen.
- Ein Planungsalter mit Sicherheitsmarge wählen.
- Temporäre Einkommen nur für den erwarteten Zeitraum eintragen.
- Einmalige Ausgaben von laufenden Kosten trennen.
- Den Plan nach beruflichen oder gesetzlichen Änderungen aktualisieren.
- Brutto- und Nettowerte nicht vermischen.
Häufige Fehler
- eine pauschale gesetzliche Rente statt persönlicher Prognose verwenden;
- erwartete Rendite als sicher ansehen;
- Inflation bei Ausgaben ignorieren;
- laufende Gebühren auslassen;
- Bruttoeinkommen und Nettoausgaben mischen;
- alle Renten ab demselben Alter ansetzen;
- eine Entnahmerate als Garantie verstehen;
- nur bis zur durchschnittlichen Lebenserwartung planen;
- Monte-Carlo-Erfolg als Gewissheit lesen;
- den Plan nie aktualisieren.
Häufig gestellte Fragen
Berechnet der Rechner mein gesetzliches Rentenalter?
Nein. Er prüft ein finanzielles Rentenalter. Gesetzliche Voraussetzungen gehören in den offiziellen Rentenservice.
Soll ich Renteneinkommen vor oder nach Steuern eingeben?
Verwenden Sie eine einheitliche Basis. Bei Nettoausgaben sollten auch die Einkommen möglichst nach geschätzten Steuern eingegeben werden.
Ist die Monte-Carlo-Quote garantiert?
Nein. Sie folgt den gewählten Rendite-, Volatilitäts-, Inflations- und Modellannahmen.
Warum verwendet der Rechner heutige Kaufkraft?
Heutige Kaufkraft erleichtert die Budgetplanung. Die Inflation wird anschließend intern angewendet.
Was ist eine Rentenbrücke?
Sie finanziert die Zeit zwischen frühem Ruhestand und später beginnenden gesetzlichen oder betrieblichen Renten.
Ist die Planungs-Entnahmerate eine sichere Entnahmerate?
Nein. Sie ist ein Szenariowert und muss unter verschiedenen Annahmen geprüft werden.
Offizielle und primäre Quellen
- Deutsche Rentenversicherung: Rentenbeginn- und Rentenhöhenrechner
- Deutsche Rentenversicherung: Online-Rechner
- GOV.UK: State Pension forecast
- L’Assurance retraite: Rentenschätzung
- Pensionsmyndigheten: Pensionsprognose
- OECD: Pensions at a Glance 2025
- Investor.gov: Anlagegebühren
- Wade Pfau: The Lifetime Sequence of Returns
- Collins, Lam und Stampfli: Retirement Income Risk Models
Quellen geprüft: 23. Juni 2026.