Reinigungs-Rechner
Reinigungs-Rechner PRO
Arbeitszeit, Teamgröße, Besuchsdauer, Chemie, wiederkehrende Leistungen und ein detailliertes Kundenangebot für mehrere Räume schätzen.
Projekteinstellungen
Räume und Zonen
Jeden Bereich separat anlegen. Fläche, Raumart, Leistungsniveau, Verschmutzung, Nutzung und Boden beeinflussen den Zeitbedarf.
Fläche = Bruttoformfläche − ausgesparte Fläche.
Zonenzeit = Fläche ÷ Leistung × Faktoren + feste und einheitenbezogene Zeit.
Produktivitätsannahmen
Preset-Werte sind veränderbare Planungsannahmen, keine allgemeingültigen Normen. Durch gemessene Objektwerte ersetzen.
Erweiterte Faktoren
Zusätzliche Leistungen
Reinigungslösung und Chemie
Bei 1:x gilt: Konzentrat = Gebrauchslösung ÷ (1 + x), Wasser = Lösung − Konzentrat.
Unverträgliche Chemikalien niemals mischen. Etikett und Sicherheitsdatenblatt beachten.
Weitere Kosten
Preis vor Steuer = Maximum aus Mindestberechnung und direkten Kosten × (1 + Aufschlag).
Personal wird auf ganze Personen aufgerundet. Zugang, Pausen, Aufsicht und Gerätegrenzen zusätzlich berücksichtigen.
Produktivität hängt von Grundriss, Leistungsumfang, Methode, Gerät, Schulung, Belegung und Qualitätsniveau ab.
Der Rechner bestimmt weder Mindestlohn noch Beschäftigungsstatus, Arbeitszeitrecht, Steuern oder vorgeschriebene Hygieneverfahren.
Das Angebot ist eine Schätzung vor Rabatt, Zahlungsgebühren, Versicherung, Parken, Sonderabfall und Leistungsänderungen.
Personal und Gebinde werden bei Bedarf auf volle Einheiten aufgerundet.
Alle Berechnungen erfolgen im Browser.
Nur Beispielwerte — durch reale Objekt-, Produktivitäts- und Kostendaten ersetzen.
Ergebnisse
Ein Reinigungs-Rechner schätzt Arbeitsstunden, Personalbedarf, Einsatzdauer, Chemieverbrauch und Kundenpreis für einmalige oder wiederkehrende Leistungen. Am zuverlässigsten funktioniert die Kalkulation, wenn jeder Raum oder Funktionsbereich separat erfasst wird.
Eine belastbare Kalkulation darf nicht mit einer einzigen Quadratmeterleistung für das gesamte Gebäude beginnen. Sanitärbereiche, Büros, Küchen, Verkehrsflächen und medizinische Räume haben unterschiedliche Aufgaben, Verschmutzungen und Qualitätsanforderungen.
Was der Reinigungs-Rechner berechnet
- rechteckige, runde und manuell eingegebene Flächen;
- nicht zu reinigende Aussparungen;
- Arbeitszeit für verschiedene Raumarten;
- Unterhalts-, Standard-, Grund-, Umzugs- und Bauendreinigung;
- Einfluss von Verschmutzung, Nutzung, Bodenart und Häufigkeit;
- feste Raumzeiten und objektbezogene Einzelleistungen;
- Fenster, Geräte, Teppichextraktion und maschinelle Bodenpflege;
- Rüst-, Abschluss- und Qualitätszeit;
- Einsatzdauer für die gewählte Teamgröße;
- Personalbedarf für eine vorgegebene Zielzeit;
- Gebrauchslösung, Konzentrat, Wasser und Gebinde;
- Direktkosten, Aufschlag, Steuer und Mindestberechnung;
- Monats-, Jahres- und Vertragswerte.
Netto-Reinigungsfläche
Nettofläche = Bruttofläche − ausgesparte Fläche.
Möbel werden normalerweise nicht von der Fläche abgezogen, weil das Personal um Tische, Stühle und Geräte herum arbeitet. Ein dauerhaft unzugänglicher Technikbereich kann dagegen eine echte Aussparung darstellen.
Warum Raumarten getrennt werden
Ein Büro, ein Sanitärraum und eine Küche können gleich groß sein, aber völlig unterschiedliche Zeiten benötigen. Sanitärbereiche enthalten viele Einzelobjekte und hygienisch relevante Kontaktflächen. Küchen erfordern möglicherweise Fettlöser und Detailarbeit. Offene Büroflächen erlauben schnellere Wege, enthalten jedoch Abfallbehälter und Arbeitsplätze.
Separate Zonen machen Annahmen kontrollierbar. Nach einigen Einsätzen kann nur die betroffene Raumart angepasst werden, ohne die komplette Kalkulation neu aufzubauen.
Grundformel der Flächenleistung
Grundzeit der Zone = Fläche ÷ Flächenleistung.
Eine Leistung von 300 m² pro Stunde bedeutet, dass 300 m² unter den beschriebenen Bedingungen eine Arbeitsstunde benötigen.
Flächenleistung hängt von Methode, Gerät, Möblierung, Wegen, Abfalltransport und gewünschter Qualität ab. Ein enger, vollgestellter Raum liefert normalerweise weniger Quadratmeter pro Stunde als eine freie Halle.
Leistungsniveau und Faktoren
Der Rechner unterscheidet Unterhalt, Standard, Grundreinigung, Ein- oder Auszug, Bauendreinigung und erweiterte Desinfektion. Jede Stufe besitzt einen veränderbaren Faktor.
Bei 0,60 Grundstunden und einem Faktor 1,80 für Grundreinigung gilt:
Angepasste Zeit = 0,60 × 1,80 = 1,08 Stunden.
Ein Faktor sollte einen klar beschriebenen Mehrumfang abbilden. Grundreinigung kann Randbereiche, fest haftende Rückstände, intensive Detailarbeit und zusätzliche Verfahren enthalten.
Verschmutzung, Nutzung und Bodenart
Starke Verschmutzung erhöht Arbeitsgänge, Produktbedarf und manuelle Bearbeitung. Hohe Nutzung erzeugt mehr Abfall und Kontaktflächenarbeit. Teppich, Hartboden und Mischflächen verlangen andere Geräte und Abläufe.
Die vollständige Zonenformel lautet:
Zonenzeit = Fläche ÷ Leistung × Leistungsfaktor × Verschmutzungsfaktor × Nutzungsfaktor × Bodenfaktor × Häufigkeitsfaktor + feste Zeit + Einheitenzeit.
Mehrere Faktoren multiplizieren sich. Ein sehr hoher Gesamtfaktor kann darauf hinweisen, dass eine Aufgabe separat als Sonderreinigung kalkuliert werden sollte.
Häufigkeit der Reinigung
Regelmäßige Unterhaltsreinigung kann pro Besuch schneller sein, weil sich weniger Schmutz aufbaut. Monatliche oder seltene Leistungen benötigen häufig mehr Zeit.
Eine tägliche Frequenz bedeutet aber nicht automatisch geringe Arbeitszeit. Stark genutzte Sanitär- oder Lebensmittelbereiche können trotz häufiger Reinigung aufwendig bleiben.
Feste Minuten und Leistungseinheiten
Nicht jede Aufgabe lässt sich über Fläche abbilden. Ein kleiner Sanitärraum enthält dennoch eine feste Zahl an WC-Becken, Waschplätzen und Spendern. Hotelzimmer können Bett- und Ausstattungsarbeiten enthalten.
Einheitenzeit = Anzahl der Einheiten × Minuten je Einheit.
Zusatz- und Sonderleistungen
Teppichextraktion und maschinelle Bodenpflege werden mit eigener Fläche und Leistung berechnet. Hochstaubentfernung und besondere Detailarbeiten können direkt in Stunden eingetragen werden.
Sonderleistungen sollten von der normalen Unterhaltsreinigung getrennt bleiben. Sonst verteuert eine einmalige Maßnahme jede spätere Vertragsleistung.
Rüstzeit und Qualitätszuschlag
Zum Einsatz gehören Schlüsselübernahme, Gerätevormontage, Lösungsansatz, Wege in Sicherheitsbereichen, Maschinenentleerung und Abschlusskontrolle.
Zeit vor Qualitätsprüfung = Zonenzeit + Zusatzleistungen + Rüst- und Abschlusszeit.
Qualitätszuschlag = Zeit vor Prüfung × Qualitätsprozentsatz.
Gesamtzeit = Zeit vor Prüfung + Qualitätszuschlag.
Der Zuschlag darf keine unrealistisch hohe Flächenleistung verdecken. Er sollte eine echte Kontrolle, Korrektur und Dokumentation darstellen.
Teamgröße und Einsatzdauer
Arbeitsstunden und Uhrzeitdauer sind nicht identisch. Vier Arbeitsstunden können eine Person vier Stunden oder zwei Personen ungefähr zwei Stunden beschäftigen.
Einsatzdauer = Gesamtarbeitsstunden ÷ Teamgröße.
Erforderliches Personal = Gesamtarbeitsstunden ÷ Zielzeit, auf ganze Personen aufgerundet.
Praktisch muss genügend Platz, Ausrüstung und sichere Parallelisierbarkeit vorhanden sein. Vier Personen beschleunigen einen kleinen Raum nicht zwingend um den Faktor vier.
Reinigung und Desinfektion unterscheiden
Reinigung entfernt Schmutz und reduziert Verunreinigungen. Desinfektion verfolgt ein festgelegtes mikrobiologisches Ziel mit einem geeigneten Mittel und Verfahren.
Eine Desinfektionsstufe im Rechner ersetzt keinen Hygieneplan. Medizinische Einrichtungen, Lebensmittelbereiche oder besondere Infektionslagen benötigen produktspezifische Einwirkzeiten, Verfahren und Dokumentation.
Die CDC weist darauf hin, dass in vielen üblichen Gebäudesituationen regelmäßige Reinigung ausreicht. Zusätzliche Desinfektion sollte zur tatsächlichen Gefährdung und Nutzung passen.
Verdünnung der Reinigungschemie
Bei einer Angabe von einem Teil Konzentrat zu x Teilen Wasser gilt:
Konzentrat = Gebrauchslösung ÷ (1 + x).
Wasser = Gebrauchslösung − Konzentrat.
Der Rechner zeigt volle Gebinde für den Einkauf, belastet den einzelnen Besuch aber nur mit dem tatsächlich verbrauchten Anteil.
Arbeitsschutz in der Gebäudereinigung
Die DGUV-Branchenregel Gebäudereinigung beschreibt typische Gefährdungen und bewährte Schutzmaßnahmen. Neben Chemie gehören dazu unter anderem Hautbelastung, Stolper- und Rutschgefahr, elektrische Geräte, Leitern, körperliche Belastung und sichere Arbeitsorganisation.
Eine Zeitkalkulation darf Schutzmaßnahmen nicht als unproduktive Verschwendung behandeln. Sichere Vorbereitung, Warnschilder, Geräteprüfung, Handschuhwechsel und vorgeschriebene Pausen gehören in die reale Einsatzplanung.
Vollkosten der Arbeit
Der Stundenlohn ist nicht mit den gesamten Arbeitgeberkosten identisch. Lohnnebenkosten, Urlaub, Ausfallzeiten, Versicherung, Schulung, Kleidung und Aufsicht können hinzukommen.
Vollkosten Arbeit = Arbeitsstunden × Grundkosten je Stunde × (1 + Lohnnebenkosten) × (1 + Aufsicht und Verwaltung).
Die Prozentsätze sollten aus betrieblicher Buchhaltung und Personalplanung stammen. Ein pauschaler Gewinnaufschlag ersetzt keine fehlenden Arbeitgeberkosten.
Direktkosten und Kundenpreis
Direktkosten können Arbeit, flächenbezogene Materialien, verbrauchte Chemie, Einwegmaterial, Anfahrt, Gerätemiete und feste Einsatzkosten enthalten.
Kundenpreis vor Steuer = Maximum aus Mindestberechnung und Direktkosten × (1 + Aufschlag).
Gesamtangebot = Preis vor Steuer + Steuer.
Eine Mindestberechnung schützt kurze Einsätze vor Verlusten durch Anfahrt und Rüstzeit. Der passende Aufschlag hängt von Gemeinkosten, Risiko und Unternehmensziel ab.
Wiederkehrende Verträge
Monatliche Besuche = Besuche je Woche × durchschnittliche Wochen je Monat.
Monatliches Angebot = Preis je Besuch × monatliche Besuche.
Der Jahreswert verwendet 52 Wochen. Die Vertragsberechnung verwendet die eingegebene Monatszahl. Betriebsferien, saisonale Zusatzarbeiten und periodische Grundreinigung sollten separat berücksichtigt werden.
Probearbeit und Objektbegehung
Vor einem größeren oder langfristigen Auftrag ist eine Objektbegehung sinnvoll. Dabei sollten Zugänge, Schlüsselregelung, Aufzüge, Lagerflächen, Wasserstellen, Steckdosen, Abfallwege und Sicherheitsbereiche dokumentiert werden. Solche Bedingungen verändern die Arbeitszeit, obwohl sie in der reinen Quadratmeterzahl nicht sichtbar sind.
Eine kurze Probearbeit liefert belastbarere Werte als eine allgemeine Tabellenleistung. Wählen Sie dafür repräsentative Räume, erfassen Sie direkte Reinigungszeit und Nebenzeit getrennt und prüfen Sie anschließend das Ergebnis. Wird die geforderte Qualität nur durch häufige Nacharbeit erreicht, ist entweder die Flächenleistung zu hoch oder der Leistungsumfang nicht eindeutig genug beschrieben.
Die gemessene Zeit sollte nicht unkritisch auf das gesamte Gebäude übertragen werden. Unterschiedliche Etagen, Nutzungszeiten und Raumgruppen können eigene Leistungswerte benötigen. Besonders bei Sanitär-, Küchen-, Medizin- und Publikumsbereichen lohnt sich eine getrennte Bewertung.
Leistungsverzeichnis und Änderungsmanagement
Ein nachvollziehbares Angebot benennt Aufgaben, Häufigkeit und Ergebnisstandard. Es sollte deutlich machen, welche Arbeiten im Besuchspreis enthalten sind und welche Leistungen nur periodisch oder nach gesonderter Beauftragung erfolgen. Dazu können Grundreinigung, Teppichextraktion, Glasreinigung, Desinfektion, Bauverschmutzung oder Sonderabfall gehören.
Ändern sich Belegung, Möblierung, Öffnungszeiten oder Hygieneanforderungen, muss die Kalkulation erneut geprüft werden. Eine kleine Flächenänderung kann wenig ausmachen, während zusätzliche Sanitäranlagen oder häufigere Besuchszeiten die Arbeitslast deutlich erhöhen. Dokumentierte Änderungsregeln vermeiden, dass ein Vertrag dauerhaft mit veralteten Annahmen weiterläuft.
Vergleichen Sie nach Vertragsstart geplante und tatsächliche Stunden monatlich. Abweichungen sollten nach Ursache getrennt werden: falsche Produktivität, zusätzlicher Leistungsumfang, Zugangsstörung, Personaleinsatz oder Qualitätsproblem. Erst diese Trennung zeigt, welche Kalkulationsgröße angepasst werden muss.
Objektwerte nach Vertragsstart verbessern
- Beginn und Ende jeder Zone dokumentieren.
- Zugangsverzögerungen von direkter Reinigungszeit trennen.
- Qualitätskontrollen mit dem Zuschlag vergleichen.
- Flächenleistungen nach mehreren repräsentativen Einsätzen anpassen.
- Chemie und Verbrauchsmaterial je Objekt verfolgen.
- Unwirtschaftliche Einzelleistungen identifizieren.
- Nach Umbauten oder Belegungsänderungen neu kalkulieren.
Häufige Fehler
- eine Leistung für alle Raumarten verwenden;
- nur Bodenfläche kalkulieren und Einrichtungsobjekte vergessen;
- Rüst-, Zugangs- und Abschlusszeit auslassen;
- mehr Personal automatisch mit proportionaler Beschleunigung gleichsetzen;
- bei jedem Besuch ein volles Chemiegebinde berechnen;
- Reinigung und Desinfektion verwechseln;
- Dosierung beachten, aber Einwirkzeit ignorieren;
- Lohnnebenkosten und Aufsicht auslassen;
- unbekannte Direktkosten im Aufschlag verstecken;
- Rechnerwerte ohne Objektbegehung als verbindlich ansehen.
Häufig gestellte Fragen
Wie werden Reinigungsstunden berechnet?
Nettofläche jeder Zone durch die geprüfte Flächenleistung teilen, passende Faktoren anwenden und feste Aufgaben ergänzen.
Halbiert ein doppelt so großes Team die Kosten?
Nein. Die Einsatzdauer kann sinken, die Arbeitsstunden bleiben jedoch ähnlich.
Sind alle Vertragsbesuche gleich lang?
Nicht zwingend. Periodische Aufgaben, Jahreszeiten und Nutzung können Unterschiede erzeugen.
Wie wird eine Verdünnung 1:64 berechnet?
Gebrauchslösung durch 65 teilen, um das Konzentrat zu bestimmen.
Bestimmt der Rechner einen gesetzlichen Stundenlohn?
Nein. Aktuelle Lohn-, Arbeits- und Steuerregeln müssen separat geprüft werden.
Ist das Angebot garantiert?
Nein. Es hängt vom Leistungsumfang, den gemessenen Zeiten und den eingegebenen Kosten ab.
Offizielle und fachliche Quellen
- DGUV Regel 101-605: Branche Gebäudereinigung
- DGUV Information 214-022: Industriereinigung
- HSE: Sicherheitsdatenblätter und Gefährdungsbeurteilung
- CDC: Reinigung und Desinfektion von Gebäuden
Quellen geprüft: 22. Juni 2026.