Elektroauto-Ladekostenrechner
Elektroauto-Ladekostenrechner PRO
Berechnen Sie Ladekosten, Netzenergie, Ladezeit, Fahrtkosten, Tarifvergleiche sowie Monats- und Jahresprognosen.
Nur Beispielwerte — tragen Sie Ihren tatsächlichen Tarif ein.
Fahrzeug und Batterie
Ladegerät
Tarif und Gebühren
Tarifzeiträume
Zeiträume gelten in der angezeigten Reihenfolge. 0 Stunden kennzeichnen den letzten unbegrenzten Zeitraum.
Fahrteinstellungen
Ladeoptionen
Alle Optionen verwenden denselben Energiebedarf der Batterie.
Prognoseeinstellungen
Ladequellen
Die Anteile müssen zusammen 100% ergeben.
Optionale Emissionsschätzung
Nur Schätzung. Ladeleistung, Verluste, Ladekurve, Tarife, Steuern und Parkregeln hängen von Fahrzeug, Ladesäule, Temperatur und Anbieter ab.
Ergebnisse
Aufteilung nach Ladequelle
Ein Elektroauto-Ladekostenrechner ermittelt die Energie für einen Ladevorgang, den Netzbezug, die Ladezeit, sämtliche Gebühren, Fahrtkosten sowie Monats- und Jahresausgaben.
Die reine Multiplikation von Batteriestrom und Arbeitspreis reicht für eine belastbare Schätzung nicht aus. Ladeverluste, Fahrzeuglimit, Säulenleistung, Ladekurve, Startgebühr, Zeitentgelt, Parkkosten und Blockiergebühr können das Ergebnis deutlich verändern. Der Rechner trennt diese Bestandteile, damit Nutzer jede Annahme kontrollieren können.
Welche Berechnungen möglich sind
- Ladevorgang zwischen zwei Ladeständen;
- AC- oder DC-Laden mit fahrzeugseitigen Leistungsgrenzen;
- Batterieenergie und Netzbezug;
- einfacher Arbeitspreis oder zeitabhängige Tarifabschnitte;
- Start-, Zeit-, Park- und Blockiergebühren;
- Ladeende und voraussichtliche Abfahrt;
- Energiebedarf und Kosten einer Fahrt;
- Vergleich von Heimladen, öffentlichem AC- und DC-Laden;
- Monats- und Jahresprognose mit mehreren Ladequellen;
- optionale Emissionsschätzung;
- CSV-Export.
Nutzbare Batteriekapazität verwenden
Hersteller nennen je nach Modell Brutto- oder Nettokapazität. Für die Kostenrechnung zählt die nutzbare Kapazität, weil Schutzpuffer an den Batteriegrenzen nicht vollständig zur Verfügung stehen.
Batterieenergie = nutzbare Kapazität × (Ziel-SOC − Start-SOC) ÷ 100.
Wer versehentlich die Bruttokapazität eingibt, überschätzt häufig Energie und Kosten. Fahrzeughandbuch und Herstellerdaten helfen bei der Auswahl.
Ladeverluste einrechnen
Die Wallbox oder Ladesäule liefert mehr Energie als die Batterie speichert. Leistungselektronik, Kabel, Batteriekonditionierung und Temperaturmanagement verursachen Verluste. Eine NREL-Flottenuntersuchung arbeitete für die betrachteten Fahrzeuge mit einem kombinierten Wirkungsgrad von 90%; der reale Wert hängt jedoch von Fahrzeug, Temperatur und Ladeleistung ab.
Netzbezug = Batterieenergie ÷ Ladewirkungsgrad.
Der Rechner lässt den Wirkungsgrad bewusst offen. Nutzer können ihn mit Daten einer Wallbox, eines Zwischenzählers oder mehrerer realer Ladevorgänge kalibrieren.
Die niedrigste Leistungsgrenze entscheidet
Ein Fahrzeug nimmt nicht automatisch die volle Nennleistung der Säule auf. Zuerst gilt:
Verfügbare Ladeleistung = Minimum aus Säulenleistung und Fahrzeuglimit.
Der mittlere Leistungsfaktor bildet Ladekurve und weitere Reduktionen ab:
Mittlere Ladeleistung = verfügbare Leistung × Leistungsfaktor.
Beim DC-Schnellladen wandelt die Säule den Strom außerhalb des Fahrzeugs um. Trotzdem begrenzen Batterie, Temperatur und Batteriemanagement die Leistung.
Ladezeit berechnen
Die Zeitberechnung verwendet den Netzbezug:
Ladezeit = Netzbezug ÷ mittlere Ladeleistung.
Eine feste Startverzögerung und die Standzeit nach Ladeende erhöhen die gesamte Anschlusszeit, ohne die aktive Ladezeit zu verändern.
Warum DC-Laden langsamer als die Peak-Rechnung sein kann
Die Division der Energie durch die maximale DC-Leistung liefert oft ein zu optimistisches Ergebnis. Viele Fahrzeuge erreichen den Höchstwert nur in einem begrenzten SOC-Bereich. Bei hohem Ladestand fällt die Leistung normalerweise ab.
Der mittlere Leistungsfaktor ermöglicht eine transparente Näherung. Ein Wert von 70% bedeutet, dass die Sitzung im Durchschnitt 70% der niedrigeren Grenze von Fahrzeug und Säule erreicht.
Ein Vergleich mit einer echten Ladesitzung verbessert die Prognose. Fahrzeugbezogene Ladekurven können die Annahme zusätzlich präzisieren.
Einfachen Stromtarif berechnen
Bei konstantem Arbeitspreis gilt:
Energiekosten = Netzbezug × Preis je kWh.
Zur Gesamtsumme können hinzukommen:
- Start- oder Transaktionsgebühr;
- Zeitentgelt je Minute;
- Parkkosten nach einer Freiphase;
- Blockiergebühr nach Ladeende;
- Steuern und Aufschläge.
Gesamtkosten = Energie + Startgebühr + Zeitentgelt + Parken + Blockieren + Steuer.
Zeitabhängige Tarife abbilden
Haushaltsstrom kann nachts günstiger sein. Öffentliche Anbieter setzen teilweise dynamische oder zeitabhängige Preise ein. Der Rechner verteilt den Energiebedarf nacheinander auf frei definierte Tarifabschnitte.
Jeder Abschnitt enthält Dauer, Preis und optional eine Leistungsgrenze. So lässt sich prüfen, ob ein später Start mehr Energie in ein günstiges Zeitfenster verschiebt.
Ein Abschnitt mit Dauer null läuft unbegrenzt und eignet sich als letzter Auffangzeitraum.
Öffentliche Ladepreise richtig lesen
Öffentliches Laden kann Energie-, Start-, Zeit-, Park- und Blockierentgelte kombinieren. Die EU-Verordnung über alternative Kraftstoffinfrastruktur verlangt unter anderem nutzerfreundliche Bezahlung, Preistransparenz und Verbraucherinformationen.
Vor Ladebeginn sollten Fahrer Säulenanzeige, App, Tarifvertrag und Parkplatzbeschilderung prüfen. Der Rechner trennt die Gebühren, weil ein einzelner kWh-Preis die Endsumme nicht immer vollständig beschreibt.
Die Bundesnetzagentur weist außerdem darauf hin, dass Laden über eine Wallbox den Haushaltsstromverbrauch deutlich erhöhen kann. Bei der Jahresplanung sollte der zusätzliche Netzbezug deshalb in den gesamten Stromverbrauch eingehen.
Fahrtenergie und Fahrtkosten
Der Fahrtmodus unterstützt kWh/100 km, km/kWh, kWh/100 mi und mi/kWh. Bei kWh/100 km lautet die Formel:
Fahrtenergie = Strecke × Verbrauch ÷ 100.
Danach berücksichtigt das Werkzeug Verluste:
Netzenergie für die Fahrt = Fahrtenergie ÷ Wirkungsgrad.
Zusätzlich erscheinen Batterieanteil, Mindest-Start-SOC mit Reserve, Vollreichweite sowie Kosten je 100 km und je 100 Meilen.
Erforderlichen Start-Ladestand prüfen
Eine Kostenrechnung kann korrekt sein, obwohl die Batterie für die gesamte Strecke nicht reicht:
Batterieanteil = Fahrtenergie ÷ nutzbare Kapazität × 100.
Mindest-Start-SOC = Batterieanteil + gewünschte Ankunftsreserve.
Ein Ergebnis über 100% erfordert einen Ladestopp oder eine andere Planung. Tempo, Temperatur, Steigung, Heizung, Klimaanlage und Zuladung können den realen Verbrauch erhöhen.
Heimladen und öffentliches Laden vergleichen
Im Vergleichsmodus erhält jede Option eigene Werte für:
- AC oder DC;
- Ladeleistung;
- kWh-Preis;
- Startgebühr;
- Zeitentgelt;
- Wirkungsgrad;
- mittleren Leistungsfaktor;
- Steuer.
Der Rechner bestimmt die günstigste und schnellste Option. Die Detailkarten zeigen Netzbezug, mittlere Leistung, Ladezeit und Gesamtkosten. Dadurch wird sichtbar, ob ein niedriger kWh-Preis durch Zeitgebühren oder Startkosten relativiert wird.
Monats- und Jahreskosten prognostizieren
Die Prognose verteilt den Energiebedarf auf mehrere Ladequellen. Ein Fahrer kann beispielsweise 70% zu Hause, 20% am Arbeitsplatz und 10% an Schnellladern laden.
Für jede Quelle gelten eigene Preise, Verluste, Sitzungsgebühren, Anzahl der Ladevorgänge und Steuern. Die Anteile müssen 100% ergeben.
Das Ergebnis enthält:
- monatlichen und jährlichen Netzbezug;
- Monats- und Jahreskosten;
- durchschnittliche Kosten je Netz-kWh;
- Kosten je 100 km und 100 Meilen;
- Aufteilung nach Ladequelle.
Eine Prognose aus Sommerdaten kann Winterverbrauch und Batteriekonditionierung unterschätzen. Tarifänderungen beeinflussen die Jahreskosten ebenfalls.
Optionale Emissionsschätzung
Der Emissionsmodus verwendet einen vom Nutzer eingetragenen Strommixfaktor:
Emissionen = Netzbezug × Emissionsfaktor × (1 − Anteil erneuerbarer Energie).
Diese Rechnung betrachtet nur den Ladevorgang. Herstellung von Fahrzeug, Batterie, Ladegerät und Stromerzeugungsanlagen gehört nicht dazu. Für belastbare Aussagen braucht es einen aktuellen, regionalen Faktor.
Praxisbeispiel: Heimladen gegen DC-Schnellladen
Ein Elektroauto mit 75 kWh nutzbarer Kapazität soll von 20% auf 80% laden. Die Batterie benötigt 45 kWh. Bei 90% Wirkungsgrad müssen beide Optionen 50 kWh aus dem Netz beziehen.
Zu Hause liefert die Wallbox 7,4 kW, das Fahrzeug akzeptiert 11 kW AC und der mittlere Leistungsfaktor beträgt 90%. Die effektive Leistung liegt damit bei 6,66 kW. Der Ladevorgang dauert ungefähr 7 Stunden und 30 Minuten. Bei einem angenommenen Arbeitspreis von 0,30 Euro je kWh entstehen 15 Euro Energiekosten.
Eine öffentliche DC-Säule bietet 150 kW. Das Fahrzeug kann ebenfalls 150 kW aufnehmen, erreicht wegen der Ladekurve aber im Mittel nur 70% davon. Die Rechnung verwendet 105 kW und ergibt rund 29 Minuten. Bei einem angenommenen Preis von 0,65 Euro je kWh kostet die Energie 32,50 Euro. Eine Start- oder Zeitgebühr kann die Differenz weiter vergrößern.
Dieses Beispiel verwendet bewusst keine aktuellen Marktpreise. Es zeigt nur, wie Leistung, Wirkungsgrad und Gebühren das Ergebnis verändern.
Zeitvariable Stromtarife und gesteuertes Laden
Viele Fahrzeuge stehen nachts mehrere Stunden an der Wallbox. Der Nutzer muss die Energie deshalb nicht immer sofort mit maximaler Leistung beziehen. Ein zeitabhängiger Tarif kann günstige Stunden anbieten, während gesteuertes Laden die Leistung in andere Zeitfenster verschiebt.
Im Rechner lassen sich solche Bedingungen mit mehreren Tarifabschnitten abbilden. Jeder Abschnitt erhält eine Dauer, einen Arbeitspreis und bei Bedarf eine Leistungsgrenze. Anschließend verteilt der Rechner die Energie in der angegebenen Reihenfolge auf diese Abschnitte.
Die Bundesnetzagentur beschreibt Wallboxen als steuerbare Verbrauchseinrichtungen und informiert über reduzierte Netzentgelte sowie Steuerungsmöglichkeiten. Wie hoch die konkrete Ersparnis ausfällt, hängt vom Netzbetreiber, Messkonzept, Stromliefervertrag und Verbrauchsverhalten ab. Daher sollte der Rechner mit den persönlichen Vertragswerten gefüllt werden.
Ladebeleg und Stromrechnung nachvollziehen
Ein öffentlicher Ladebeleg kann kWh, Startgebühr, Zeitentgelt, Parkkosten und Steuer getrennt ausweisen. Manche Anbieter fassen mehrere Bestandteile zusammen. Der Rechner erlaubt beide Varianten, solange der Nutzer jeden tatsächlich berechneten Posten berücksichtigt.
Beim Heimladen hilft ein separater Wallboxzähler oder ein intelligentes Messsystem. Die Differenz zwischen Netzbezug und geschätzter Batterieenergie liefert einen Hinweis auf den Gesamtwirkungsgrad. Einzelne Sitzungen können durch Vorkonditionierung oder Temperatur stark abweichen, deshalb eignen sich mehrere Messungen besser.
Verbrauchsangaben richtig umrechnen
Europäische Fahrzeuge nennen den Verbrauch meist in kWh/100 km. Andere Quellen verwenden km/kWh, kWh/100 mi oder mi/kWh. Der Rechner wandelt alle vier Formate intern in kWh je Kilometer um.
Bei 18 kWh/100 km beträgt der interne Wert 0,18 kWh/km. Eine Angabe von 5,56 km/kWh beschreibt nahezu denselben Verbrauch. Wer Einheit und Zahlenwert falsch kombiniert, erhält dagegen ein unbrauchbares Ergebnis. Vor der Berechnung sollte deshalb die Einheit der Fahrzeuganzeige geprüft werden.
Typische Fehler
- Brutto- statt Nettokapazität verwenden;
- Ladeverluste vergessen;
- Säulenleistung über das Fahrzeuglimit stellen;
- Peak-DC-Leistung als Durchschnitt behandeln;
- Start-, Zeit-, Park- oder Blockiergebühren ignorieren;
- Kilometer und Meilen vermischen;
- einen Beispieltarif als aktuellen Marktpreis ansehen;
- eine Jahresprognose als garantierte Rechnung verstehen.
Ergebnis kontrollieren
Vergleichen Sie Netzenergie und Kosten mit Wallboxzähler, Stromrechnung oder Ladebeleg. Prüfen Sie Start- und Ziel-SOC, Sitzungsdauer, Arbeitspreis und alle Zusatzentgelte.
Mehrere reale Ladevorgänge liefern eine bessere Kalibrierung als eine einzelne Sitzung. Abweichungen können durch Rundung, Temperaturmanagement oder geringen Nachlaufverbrauch entstehen.
Häufig gestellte Fragen
Wie berechne ich die Ladekosten eines Elektroautos?
Multiplizieren Sie den Netzbezug mit dem Strompreis und addieren Sie Start-, Zeit-, Park-, Blockier- und Steuerkosten.
Warum ist der Netzbezug höher als die Batterieenergie?
Leistungselektronik, Kabel, Temperaturmanagement und Batteriekonditionierung verursachen Verluste.
Lädt eine 150-kW-Säule immer mit 150 kW?
Nein. Fahrzeuglimit, Batterietemperatur, Ladestand und Ladekurve begrenzen die tatsächliche Leistung.
Kann der Rechner Heimladen und Schnellladen vergleichen?
Ja. Jede Option kann eigene Preise, Leistungen, Verluste und Gebühren verwenden.
Sind die Beispielpreise aktuell?
Nein. Tragen Sie Ihren tatsächlichen Strom- oder Ladetarif ein.
Warum weicht die Rechnung vom Ladebeleg ab?
Temperatur, Rundung, Konditionierung, reale Ladekurve und zusätzliche Gebühren können Abweichungen erzeugen.
Offizielle und technische Quellen
- Bundesnetzagentur: Elektromobilität und Laden zu Hause
- Bundesnetzagentur: steuerbare Verbrauchseinrichtungen
- EU-Verordnung über alternative Kraftstoffinfrastruktur
- U.S. Department of Energy AFDC: Grundlagen des EV-Ladens
- NREL-Flottenstudie mit Ladeverlustannahmen
- AFDC: Verbrauchskennzahlen für Elektrofahrzeuge
Quellen geprüft: 21. Juni 2026.